Chinesischer Raketentest : Chinesisches Atom-U-Boot im Südpazifik feuert Testrakete ab

Chinas Armee hat im Südpazifik nach eigenen Angaben eine Rakete abgefeuert. Der Test der Langstreckenrakete sei erfolgreich verlaufen, teilt die Marine mit. Das Geschoss wurde danach von einem U-Boot mit Atomantrieb abgefeuert. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua sei statt eines Sprengkopfs auf der Rakete eine Attrappe montiert gewesen.

Laut Chinas Volksbefreiungsarmee handelt es sich um einen routinemäßigen Test im Rahmen jährlicher Militärübungen, der im Einklang mit dem Völkerrecht stehe. Betroffene Staaten seien im Vorfeld darüber weitergeleitet worden. Der Test habe sich nicht gegen einzelne Länder gerichtet, betonte die Armee in ihrer Mitteilung. Die Rakete sei in »vorgesehenen Gewässern« gelandet, hieß es weiter, ohne weitere Details zum genauen Ort zu nennen. China testete zuletzt 2024 eine Interkontinentalrakete.

Test wirkt »destabilisierend«

Länder in der Region äußerten sich besorgt. »Australien hat gegenüber China unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass wir dies als destabilisierend für die Region betrachten«, sagte Australiens Außenministerin Penny Wong laut Medienberichten. Die japanische Regierung gab bekannt, über den Raketenstart informiert worden zu sein und forderte China auf, den Test zu überdenken. »Wir haben unsere tiefe Besorgnis über die verstärkten Aktivitäten des chinesischen Militärs zum Ausdruck gebracht«, hieß es in der Mitteilung. Die japanische Küstenwache sei von den chinesischen Behörden über herabfallende Weltraumtrümmer informiert worden, die in die japanische ausschließliche Wirtschaftszone einschlagen könnten.

Die neuseeländische Regierung teilte ebenfalls mit, China habe sie wenige Stunden vor dem Test informiert. »Wir haben, wie unsere Nachbarn in anderen pazifischen Staaten, kein Interesse daran, dass China den Südpazifik als Testgelände für seine Raketenkapazitäten nutzt«, teilte Außenminister Winston Peters mit.

Source – ZEIT News