Landwirtschaft: Landwirtschaftsministerium sieht keinen Bedarf für Hilfen wegen Dürre
Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant wegen der aktuellen Dürre derzeit keine Hilfen für Bauern. Die Situation sei ähnlich zu den vergangenen Jahren, es sei kein neues Problem, sagte ein Sprecher des CSU-geführten Ministeriums. Die Regierung beobachte die Lage und sei im Austausch mit allen Akteuren. »Aber zum jetzigen Zeitpunkt können wir keine abschließende Einordnung dazu geben.«
Auch das Niedrigwasser auf dem Rhein macht der Landwirtschaft zu schaffen. Das treffe die Betriebe nicht auf dem Feld, sondern über die Lieferkette, sagte die Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, Stefanie Sabet. »Wenn Schiffe nur noch einen Bruchteil zuladen können, steigen die Frachtkosten für Getreide, Futter- und Düngemittel.« Das drücke zusätzlich auf die ohnehin niedrigen Erzeugerpreise und erhöhe die Betriebsmittelkosten. »Beides zusammen verschärft das Margenproblem in der Landwirtschaft.« Die Erzeugerpreise würden unter dem schon schwachen Vorjahresniveau liegen.
Bilger plant Spitzentreffen zu Rhein-Niedrigwasser
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat wegen des Niedrigwassers zu einem Spitzengespräch eingeladen, um zusätzliche Handlungsmöglichkeiten zu diskutieren. Ein Sprecher des Ministeriums deutete aber an, dass dabei keine Beschlüsse zu erwarten sind. Eingeladen seien unter anderem Vertreter aus der Stahl- und Chemiebranche sowie dem Logistiksektor. Ziel sei es, Herausforderungen zu identifizieren, um diese dann anzugehen, sagte der Ministeriumssprecher.
Zum Auftakt der Getreideernte Anfang Juli hatte der Präsident des Bauernverbands, Joachim Rukwied, wegen mehrerer Hitzeperioden Einbußen bei der Weizenernte befürchtet. Damals kritisierte er die wirtschaftlichen Bedingungen für Agrarbetriebe in Deutschland und forderte eine Verlängerung des Tankrabatts bis Ende November.
Source – ZEIT News

