Schule: Schnieder: Bin frisch eingeschult als Chef des Landes
Schluss mit Reisen, Chillen oder Ferienjob: Nach sechs Wochen Sommerferien geht die Schule in Rheinland-Pfalz wieder los. Für insgesamt 552.400 Kinder und Jugendliche startet das neue Schuljahr an den 1.661 Schulen im Land. Für die 40.150 Erstklässlerinnen und Erstklässler beginnt allerdings erst am Dienstag in den Grundschulen der Unterricht.
Aufregung am ersten Schultag nach den Sommerferien gibt es auch in der Familie von Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU): «Meine Kinder gehen heute auch wieder den ersten Tag zur Schule», berichtete der rheinland-pfälzische Regierungschef beim Besuch der IGS Auguste Cornelius in Mainz.
«Meine Tochter Anna ist 11, die kommt ins 6. Schuljahr. Der Tobias ist 13, der kommt jetzt ins 8. Schuljahr. Die waren heute Morgen auch trotzdem wieder aufgeregt, auch wenn sie die Schule schon kennen.»
Gute Laune am Frühstückstisch
Die Laune am Frühstückstisch sei aber gut gewesen, versicherte Schnieder. Die Kinder freuten sich wieder auf die Schule. Sein Sohn sei mit Freunden und mit dem Fahrrad in Richtung Unterricht gestartet: «Das sind acht Kilometer, aber das schaffen die ganz gut.»
Der Regierungschef ermunterte die neuen Fünftklässler an ihrem ersten Tag an der integrierten Gesamtschule, das Lesen für sich zu entdecken und Spaß daran zu haben, über Bücher neue Abenteuer und Geschichten zu erleben. «Lesen ist was ganz Wundervolles», sagte der 51-Jährige, der für die Kinder Bälle und Tischtennisschläger zum Spielen mitgebracht hatte.
Aufregung bei der «Einschulung» und Glückssteine
Schnieder erzählte den Jungen und Mädchen, dass er noch gar nicht so lange Ministerpräsident sei und das Amt erst seit Mai ausübe. «Ich bin also irgendwie quasi auch gerade frisch eingeschult als Chef des Landes.» Damals sei er wahrscheinlich genauso aufgeregt gewesen wie die Kinder bei ihrem Start in der neuen Schule, berichtete der 51-Jährige, bevor er zusammen mit Lehrkräften Glückssteine an die Kinder verteilte.
Mehr Leistung – weniger Handy
Die neue rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) hat angekündigt, den Leistungsgedanken in der Schule mehr in den Mittelpunkt zu rücken: «Leistungsfreude, nicht Leistungsdruck – dieses Leistungsbild ist es, das ich für unsere Schülerinnen und Schüler möchte.»
Ab dem zweiten Schulhalbjahr müssen sich die Kinder und Jugendlichen im Land auf strengere Regeln für den Umgang mit Handys in der Schule einstellen: Ab Februar nächsten Jahres soll es ein Verbot der privaten Nutzung digitaler Endgeräte während der gesamten Zeit in der Schule geben. Das schließt auch die Pausen und die Ganztagsangebote mit ein. Mitgeführte Geräte müssen dann ausgeschaltet und nicht sichtbar in Schränken, Boxen oder Handygaragen verwahrt sein.
Ministerpräsident Schnieder sagte zu, zudem die Medienkompetenz für die Kinder und Jugendlichen zu stärken. «Deswegen diskutieren wir an anderer Stelle auch über Social Media und auch ab welchem Alter man das benutzen kann, damit nicht alles über die Kinder und Jugendlichen hereinbricht, ohne voll zu wissen, wie man damit auch umgeht.»
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Source – ZEIT News

