Fußball: Uefa und Concacaf beraten über gemeinsame Fußball-Nations-League

Der europäische Fußballverband Uefa hat mit dem nord- und mittelamerikanischen Kontinentalverband Concacaf Gespräche über eine gemeinsame Nations League aufgenommen. Nach Informationen der britischen Zeitung The Guardian könnten so künftig die Nationalmannschaften der beiden Kontinentalverbände in einem gemeinsamen Wettbewerb antreten.

Die Planungen befinden sich demnach noch in einem frühen Stadium. Vorgesehen ist ein Wettbewerb nach dem Vorbild der bestehenden Nations League. An die Ligaphase soll sich eine K.-o.-Runde mit einem Final-Four-Turnier anschließen, in dem der Sieger ermittelt wird.

In der höchsten Spielklasse, der Liga A, könnten etwa Spanien, Frankreich, England und Deutschland auf Mexiko, Kanada, Panama oder die USA treffen. Ein Start des Wettbewerbs wäre laut den Plänen frühestens 2028, nach der nächsten Fußballeuropameisterschaft, möglich.

Asiatischer Fußballverband soll ebenfalls Interesse haben

Die Ligaspiele der neuen Nations League sollen während der bereits bestehenden Länderspielfenster im September, Oktober und November ausgetragen werden. Die Partien sollen in geografisch gebündelten Gruppen stattfinden. Die K.-o.-Spiele könnten laut Guardian im März folgen, das Finalturnier im Juni.

Auch der asiatische Fußballverband AFC soll demnach bereits Interesse gezeigt haben. Da die AFC bislang jedoch keine eigene Nations League veranstaltet, gilt ein Beitritt als längerfristige Option.

Uefa und Concacaf arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen. Seit dem Streit über die geplante Vermarktung der WM-Rechte durch Fifa-Präsident Gianni Infantino verstärkte sich die Zusammenarbeit der beiden Kontinentalverbände. Beide Verbände stellen sich inzwischen offen gegen Infantino.

Source – ZEIT News