Deutsche Touristin ertrinkt in Polen in der Ostsee

In Polen ist eine deutsche Touristin in der Ostsee ertrunken. Die 64 Jahre alte Frau sei bei starkem Wind und hohem Wellengang in Not geraten und unter Wasser verschwunden, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender TVP3 Szczecin. Zu dem tödlichen Zwischenfall sei es bereits am Freitag in dem Badeort Miedzyzdroje gekommen.

Die Rettungskräfte eilten demnach umgehend an den Strand und starteten eine Suchaktion. Sie brachten die Frau an Land und leiteten Wiederbelebungsmaßnahmen ein, die aber erfolglos blieben. Ein Arzt konnte nur noch den Tod der Urlauberin feststellen.

Die polnische Polizei leitete Ermittlungen zu den genauen Umständen ein. Nach ersten Erkenntnissen herrschten zum Zeitpunkt des Unfalls starker Wind und hoher Wellengang. Die Polizei ermahnte Besucher, bei ungünstigen Wetterbedingungen im Zweifel lieber nicht schwimmen zu gehen.

Miedzyzdroje ist einer der beliebtesten Badeorte an der polnischen Ostseeküste und liegt auf der Insel Wolin in der Woiwodschaft Westpommern. Erst im Juli 2025 war dort ein deutscher Urlauber beim Schwimmen ums Leben gekommen. Er war nach früheren Berichten trotz roter Flagge am Strand, die ein striktes Badeverbot bedeutet, ins Wasser gegangen.

Zuletzt waren an der französischen Atlantikküste bei Biarritz zwei deutsche Urlauber ertrunken. Ein 53 Jahre alter Mann, der beim Schwimmen in Schwierigkeiten geriet, sei am Donnerstag von einem Surflehrer aus dem Wasser geborgen worden, berichtete die Zeitung „Sud Ouest“ unter Verweis auf die Rettungskräfte. Versuche, den Urlauber am Strand wiederzubeleben, seien fehlgeschlagen.

Möglicherweise sei der Deutsche von der Strömung mitgerissen worden, ebenso wie andere Badegäste, die sich jedoch retten konnten. Der Mann war am Mittwoch zusammen mit seinen 16 und 19 Jahre alten Kindern schwimmen gegangen, die einen schweren Schock erlitten.

Strände nach Sommerferien unbewacht

An einem anderen Strand in der Nähe starb wenige Stunden später ein 80 Jahre alter Deutscher, der offenbar beim Schwimmen einen Herzstillstand erlitt und leblos am Strand entdeckt wurde. Zu den Badeunfällen kam es an Stränden, die nach dem Ende der französischen Sommerferien am Montag nicht mehr von Rettungsschwimmern überwacht wurden.

Die Rettungskräfte appellierten an die Touristen, nur an den Stränden zu schwimmen, an denen weiterhin Rettungsschwimmer präsent sind. Während des besonders heißen Sommers sind in Frankreich bereits über 300 Menschen ertrunken, rund 14 Prozent mehr als im vergangenen Sommer.

Source – WELT De