Nvidia-Chef Jensen Huang soll Affäre mit mutmaßlicher chinesischer Agentin gehabt haben
Schwere Vorwürfe gegen Nvidia-Chef Jensen Huang: China soll eine mutmaßliche Agentin auf den Chef des KI-Chipherstellers angesetzt haben. US-Medien berichten von einer möglichen Affäre. Die Hintergründe könnten auch für Donald Trump heikel werden.
Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.
Der US-Chiphersteller Nvidia sieht sich mit schwerwiegenden Spionagevorwürfen konfrontiert. Medienberichten zufolge soll die chinesische Regierung eine mutmaßliche Agentin auf Konzernchef Jensen Huang angesetzt haben. Wie die „Financial Times“ und die „New York Times“ übereinstimmend berichten, soll eine junge Frau, die als Managerin in der Technologiebranche tätig ist, im Auftrag Pekings Kontakt zu Huang aufgebaut haben. Die „Financial Times“ berichtet unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen, in Washington werde davon ausgegangen, dass zwischen dem Nvidia-Chef und der mutmaßlichen Spionin auch eine Liebesbeziehung bestanden habe. Grundlage dafür sei ein entsprechendes US-Memorandum von Anfang 2026.
Die Frau soll neben ihrer mutmaßlichen Tätigkeit für die chinesische Regierung auch für Megaspeed gearbeitet haben, einen Kunden von Nvidia. Das Unternehmen steht bereits im Zusammenhang mit möglichen Verstößen gegen US-Exportbeschränkungen im Fokus. Die „New York Times“ hatte zuvor berichtet, dass über Megaspeed fortschrittliche KI-Chips für den chinesischen Markt beschafft worden sein könnten, obwohl deren Ausfuhr nach China untersagt war.
Bilder sollen Huang mit mutmaßlicher Agentin zeigen
Inzwischen verbreiten sich in sozialen Netzwerken und verschiedenen Onlinediensten Bilder, die Huang gemeinsam mit der Frau zeigen sollen. Darunter befinden sich auch Aufnahmen aus offenbar privatem Umfeld, etwa aus einer Bar in Taiwan.
Nvidia äußerte sich laut „Financial Times“ nicht zu den Behauptungen über eine mögliche romantische Beziehung. Inzwischen ist in Medienberichten teilweise nur noch von einer geschäftlichen Verbindung die Rede. Das Unternehmen hatte Vorwürfe zurückgewiesen, gegen geltende Exportbestimmungen verstoßen zu haben.
Huang hatte sich in der Vergangenheit persönlich bei US-Präsident Donald Trump für Lockerungen der Exportbeschränkungen eingesetzt. Dabei ging es unter anderem um den Verkauf leistungsfähiger KI-Chips des Typs H200 an chinesische Abnehmer.
Die mutmaßlichen Spionageaktivitäten könnten auch die US-Regierung beschäftigt haben. Nach Angaben der beiden Zeitungen wurden Informationen über die Frau Trump vorgelegt. Laut „New York Times“ soll dies teilweise bereits Ende 2025 geschehen sein. Der Präsident habe darauf jedoch nicht reagiert.
USA und China ringen beide um die technologische Führungsrolle bei künstlicher Intelligenz. Nvidia spielt dabei eine zentrale Rolle: Der Konzern gehört zu den wichtigsten Herstellern leistungsfähiger KI-Chips und zählt zu den wertvollsten Unternehmen der Welt.
Nun soll sich auch der US-Kongress mit dem Fall befassen. Die Vorsitzenden dreier wichtiger Ausschüsse – für Außenpolitik, Geheimdienste und China – haben Huang für Mitte November zu einer Sitzung eingeladen. Ein für vergangenen Freitag geplantes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und führenden Vertretern der Technologiebranche wurde unterdessen ohne Angabe von Gründen um eine Woche verschoben.
ceb
Source – WELT De

