Vorsprung der AfD auf Union schrumpft, Hoffnungsschimmer für FDP

Die AfD muss in der neuen „Insa“-Umfrage leichte Verluste hinnehmen, während CDU und CSU zulegen. Die FDP darf auf den Wiedereinzug in den Bundestag hoffen. Für die amtierende Koalition zeichnet die Erhebung hingegen ein düsteres Bild.

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Der Vorsprung der AfD auf die Union schrumpft. In der aktuellen „Insa“-Umfrage für „Bild“ muss die Partei von Alice Weidel einen Punkt abgeben, kommt aber weiterhin auf 29 Prozent.

Die Union kann dagegen leicht zulegen. CDU und CSU erreichen in der Befragung 20 Prozent und verbessern sich damit um einen Prozentpunkt gegenüber der Vorwoche.

Dahinter folgen die Grünen mit 15 Prozent, die einen Prozentpunkt dazugewinnen, und die SPD, die weiter auf 14 Prozent kommt. Die Linke bleibt bei zehn Prozent.

Besonders aufmerksam dürfte die FDP auf das Ergebnis blicken. Die Liberalen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und erreichen nun fünf Prozent. Damit liegt die Partei genau an der Schwelle zur Rückkehr in den Bundestag. Ein Wiedereinzug ist damit wieder in Reichweite.

Die Umfragewerte im Überblick:

  • AfD: 29 Prozent (-1)
  • CDU/CSU: 20 Prozent (+1)
  • Grüne: 15 Prozent (+1)
  • SPD: 14 Prozent (-)
  • Linke: 10 Prozent (-)
  • FDP: 5 Prozent (+1)
  • BSW: 3 Prozent (-)
  • Sonstige: 4 Prozent (-2)

Schwarz-Rot verfehlt parlamentarische Mehrheit deutlich

Für die amtierende Koalition aus Union und SPD zeichnet die Umfrage hingegen ein schwieriges Bild. Gemeinsam kommen die Regierungsparteien lediglich auf 34 Prozent. Eine parlamentarische Mehrheit wäre damit deutlich verfehlt.

Erst mit den Grünen als zusätzlichem Partner kämen Union, SPD und Grüne auf 49 Prozent. Für eine Mehrheit wären derzeit 47 Prozent erforderlich.

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Andere denkbare Bündnisse hätten nach den Zahlen keine ausreichende Unterstützung: Eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP käme zusammen auf 40 Prozent. Sieben Prozentpunkte würden damit zur rechnerischen Mehrheit fehlen. Auch Rot-Grün-Rot bliebe mit insgesamt 39 Prozent deutlich darunter.

Für die Erhebung befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa im Auftrag von „Bild“ zwischen dem 26. und 30. Oktober insgesamt 1202 Wahlberechtigte in Deutschland. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei 2,9 Prozentpunkten.

saha

Source – WELT De