Stein- und Böllerwürfe auf Polizisten – Zerschlagene Scheiben und Plünderszenen in Frankfurt
Überschattet von teils gravierenden Störungen in Stuttgart haben Tausende junge Menschen in Baden-Württemberg weitgehend friedlich protestiert. Weil Demonstranten in der Landeshauptstadt unter anderem von der offiziellen Route abwichen, sich vermummten und Pyrotechnik zündeten, stoppte die Polizei den Aufzug nach eigenen Angaben mehrmals. „Die Versammlungsleitung hat eine Kooperation verweigert“, teilte das Stuttgarter Präsidium mit.
Zwei Polizisten seien durch Würfe von Gegenständen verletzt worden. „Wir haben viele Dutzend Straftaten zu verzeichnen“, berichtete eine Polizeisprecherin auf dem WhatsApp-Kanal der Polizei. Mehrere Tatverdächtige seien vorläufig festgenommen worden. Auch in Karlsruhe wurde nach Polizeiangaben einmal Pyrotechnik von Teilnehmern gezündet, wodurch ein Polizist ein Knalltrauma erlitten habe.
Mehr als 3000 Menschen waren nach Polizeiangaben in der Landeshauptstadt unterwegs, die Veranstalter sprachen von rund 12.000 Teilnehmern. Noch vor Beginn des Aufzugs seien Rauchtöpfe gezündet worden und Böller seien zu hören gewesen, teilte die Polizei mit. Während der Demo sollen einzelne Teilnehmer sich immer wieder in unterschiedliche Richtungen entfernt haben.
Auch soll nach Angaben der Polizei Pyrotechnik gegen Einsatzkräfte eingesetzt worden sein. „Das wird nicht geduldet und die Verantwortlichen erwarten Konsequenzen“, hieß es dazu. Vereinzelt habe es Sachbeschädigungen wie Graffiti und brennende Mülleimer gegeben. Tage zuvor war die Demonstration wegen Sorge der Einzelhändler aus der engeren Innenstadt verlegt worden. Die befürchteten großen Ausschreitungen blieben nach Angaben von Stadt und Polizei aber aus.
In Stuttgart wurden Pyro und Rauchtöpfe gezündet
Quelle: Elena Romanova/Getty Images
Source – WELT De

