Es
ist bereits spät, als Jan van Aken am Freitagabend auf dem
Parteitag der Linken einen außenpolitischen Kurswechsel seiner Partei
verkündet
. Man habe, sagt der Parteichef auf der Bühne in Potsdam, zwischen den
verschiedenen Flügeln der Partei einen Kompromiss zum Thema Nahost
gefunden. Er bestehe aus drei zentralen Punkten. Erstens: dem Bekenntnis
zur Zwei-Staaten-Lösung, zweitens: dem zum Existenzrecht Israels. Und drittens:
»Genozid«. Von nun an werde die Linke von einem »Völkermord« im
Gazastreifen
sprechen. Jubel im Saal.