Heidenheim überrollt Dresden – auch in Karlsruhe gibt es ein Tor-Spektakel
Am dritten Spieltag der 2. Liga kommt es zu spektakulären Partien. Dynamo Dresden und den Karlsruher SC erwischt es arg. Auch Aufsteiger Cottbus muss Lehrgeld zahlen.
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In einer packenden Zweitliga-Partie mit drei Traumtoren und viel Tempo hat der VfL Wolfsburg seinen zweiten Auswärtssieg gefeiert. Beim Karlsruher SC siegte die Elf von Trainer Tobias Strobl 5:2 (3:2). Alexander Bernhardsson (10. Minute), Fabian Reese (28./90.+5), Vinícius Souza (45.+2) und Hauke Wahl (88.) trafen für die Niedersachsen. Shio Fukuda (7.) und Marvin Wanitzek (12.) erzielten die KSC-Tore vor 28.143 Fußballfans im Wildpark.
Vor allem die erste Halbzeit bot viel Spektakel, für das zunächst der KSC sorgte. Dominant, spielfreudig und passsicher präsentierte sich die Elf von Coach Maximilian Senft. Die frühe Führung durch Fukuda, der nach einem Eckstoß per Kopf traf, war verdient. Wanitzek legte mit einem Traumtor in den Winkel zum 2:1 nach. Assistiert hatte dem KSC-Kapitän der von Eintracht Frankfurt umworbene Louey Ben Farhat, der sein Startelfdebüt in dieser Saison gab und direkt zeigte, warum ihn der Bundesligaklub nach Hessen lotsen will.
Pfiffe der KSC-Fans gegen Reese
Bei den Wolfsburgern lief viel über die linke Seite mit Reese. Die KSC-Fans, die eine Fanfreundschaft zu Reeses ehemaligem Klub Hertha BSC pflegen, pfiffen ihn bei nahezu jedem Ballkontakt aus. Der 28-Jährige, 2017 beim KSC aktiv, nahm es äußerlich gelassen. Seine Flanke führte zum 1:1 durch Bernhardsson, das 2:2 erzielte er mit viel Wucht aus gut 25 Metern selbst. Eine Art Kopie war das ebenfalls traumhafte 2:3 durch Souza, wobei KSC-Torwart Hans Christian Bernat zweimal nicht ganz schuldlos wirkte.
Nach dem Wechsel hielt Bernat seine Farben im Spiel, als er gegen Bernhardsson und Kento Shiogai stark parierte. Offensiv fanden die Karlsruher nun kaum noch Lücken gegen eine wesentlich stabilere VfL-Defensive. Wanitzek vergab die einzig nennenswerte KSC-Chance in Hälfte zwei, bei der VfL-Torwart Jakub Zielinski aber zur Stelle war. Wahl und Reese machten in der Schlussphase alles klar.
Heidenheim schießt Dresden ab
Der 1. FC Heidenheim hat derweil einen Befreiungsschlag geschafft und Dynamo Dresden in einem wilden Duell mit 5:3 (0:1) besiegt. Die Gäste gingen zweimal in Führung – sogar in Unterzahl. Nach einem kuriosen Eigentor der Dresdner drehten die Heidenheimer die Partie aber noch und holten nach zwei Pflichtspielniederlagen wieder drei wichtige Punkte.
Vincent Vermeij brachte Dynamo in der 30. Minute in Führung. Thomas Dähne, der im Heidenheimer Tor den Vorzug vor Frank Feller erhalten hatte, kam an den Kopfball des Niederländers nicht mehr heran. Nach der Pause steigerte sich der Bundesliga-Absteiger und glich durch Jan Schöppner aus (67.).
Dann wurde es wild: Dresdens Thomas Keller (69.) sah für ein Foul Gelb-Rot, kurz darauf stellte Robert Wagner auf 2:1 für die Sachsen (73.). Heidenheim schlug in Überzahl aber zurück. Friedrich Müller bugsierte den Ball im hohen Bogen ins eigene Tor (77.). In der Schlussphase trafen Oualid Mhamdi (87.), Julian Niehues (89.) und Maximilian Breunig (90.+1) innerhalb weniger Minuten für Heidenheim. Dann setzte Dresdens Jonas Sterner (90.+7) den Schlusspunkt.
Die Heidenheimer hatten zuletzt 1:4 bei Hertha BSC und dann in der ersten DFB-Pokalrunde 2:5 beim Viertligaklub SSV Jeddeloh II verloren. Gegen Dresden zeigte das Team von Trainer Frank Schmidt nun aber Moral.
Erster Saisonsieg für Fürth
Ebenfalls groß ist der Jubel in Franken: Die SpVgg Greuther Fürth hat ihren ersten Sieg in der neuen Saison gefeiert. Beim 4:3 (1:1) bei Energie Cottbus sorgten ein Doppelschlag durch Felix Klaus (45.+3/Foulelfmeter) und ein Eigentor von Fousseny Doumbia (46.) für die Wende. Ole Pohlmann (71.) und erneut Klaus zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit stellten den Sieg sicher.
Vor 13.171 Zuschauern hatte Lucas Copado die Gastgeber bereits nach sechs Minuten in Führung gebracht. Der zur Halbzeit eingewechselte Tolcay Cigerci konnte noch einmal zum 2:2 ausgleichen (70.), doch im Gegenzug brachte Pohlmann die Gäste wieder in Führung.
Der überragende Klaus mit seinem insgesamt fünften Saisontreffer sorgte dann für die Entscheidung. Der Anschlusstreffer durch den von Union Berlin ausgeliehenen Dmytro Bogdanov (90.+4) kam zu spät.
jwo mit dpa
Source – WELT De

