Herthas Siegesserie reißt in Kiel, doch der Vorsprung auf Nürnberg bleibt gleich
Hertha BSC hatte die ersten sieben Saisonspiele gewonnen. Beim Tabellenletzten in Kiel reichte es jedoch nicht zum Startrekord. Verfolger Nürnberg blieb ebenfalls sieglos und muss um seinen besten Stürmer bangen.
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Die Erfolgsserie von Hertha BSC ist ausgerechnet bei Krisenklub Holstein Kiel gerissen. Nach sieben Siegen in den ersten sieben Spielen der Zweiten Liga reichte es für die Berliner nur zu einem 0:0 beim bisherigen Tabellenletzten.
Die Kieler bleiben dadurch zwar als einziges Team der Liga weiter sieglos. Durch einen engagierten Auftritt vor 11.750 Zuschauern stärkten sie aber die Position ihres unter Druck geratenen Trainers Tim Walter.
Hertha verpasste dagegen die Einstellung eines Startrekords. Acht Siege aus den ersten acht Spielen hatte es in der Zweiten Liga zuletzt vor 40 Jahren gegeben. Hannover 96 legte einen ebenso fulminanten Start in die Saison 1986/87 hin. Acht Jahre zuvor waren Bayer Leverkusen als erster Zweitligamannschaft acht Siege zu Saisonbeginn gelungen. Sowohl die Rheinländer als auch Hannover stiegen am Saisonende als Meister in die Bundesliga auf.
Das Berliner Problem war die Chancenverwertung. Gleich dreimal musste Holstein-Torwart Timon Weiner gegen Oluwaseun Adewumi (11./15.) und Sebastian Grönning (31.) retten. Die Kieler steigerten sich jedoch und hatten sogar die beste Chance der ersten Halbzeit: Per Kopfball scheiterte Phil Harres an Hertha-Keeper Marius Gersbeck (42.).
Pech für Holstein war, dass das Saisondebüt von Sebastian Schonlau schon in der 50. Minute endete. Der frühere HSV-Kapitän verletzte sich erneut am Oberschenkel. Hertha hätte danach in Führung gehen müssen. Doch erst scheiterte Adewumi nach langem Sprint ein drittes Mal an Weiner (53.). Dann köpfte Grönning den Ball aus kurzer Distanz an den Pfosten (59.). Auch Luca Schuler vergab in der Schlussphase noch eine Großchance (83.).
Nürnbergs Zoma verletzt ausgewechselt
Der 1. FC Nürnberg konnte die Berliner Punktverluste an der Tabellenspitze nicht nutzen. Die Franken kamen bei Aufsteiger Energie Cottbus nur zu einem hart erkämpften Punkt und müssen zusätzlich noch um Top-Torjäger Mohamed Ali Zoma bangen. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose spielte 1:1 (0:0).
Zoma, mit sieben Treffern bisher bester Torjäger der Liga, musste in der ersten Halbzeit (33. Minute) verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Nürnbergs Styopa Mkrtchyan (79.) glich den Führungstreffer von Justin Butler (56.) aus.
Die Brandenburger bereiteten dem Club von Beginn an einige Probleme. Butler traf in der neunten Minute aus bester Position den Ball nicht und verpasste kurz darauf erneut (10.).
Dann fand der FCN besser ins Spiel. Zoma schoss nach einer schönen Kombination über das FCE-Tor (25.). Wenige Minuten später musste der italienische Nationalspieler dann vom Feld – begleitet vom fairen Applaus des Cottbuser Publikums. Der 22-Jährige hatte sich in der Anfangsphase an der Schulter verletzt. Kurz vor der Pause vergaben Tim Janisch und der eingewechselte William Böving die Doppelchance auf die Nürnberger Führung (37.).
Doch die Hausherren blieben auch nach dem Seitenwechsel gefährlich. Einen langen Ball hinter die Abwehrkette erlief sich Leonardo Bittencourt und legte dann selbstlos für Butler auf. Der FCN blieb dran. Mit etwas Glück kam Mkrtchyan aus kurzer Distanz frei zum Schuss.
lwö
Source – WELT De

