„Mit Fischbrötchen und Merz kann man keine Wahl gewinnen“ – SPD kontert Kritik an Schwesig

11:38 Uhr – Sonntag, 13. September

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern wehrt sich gegen Kritik am Wahlkampf ihrer Spitzenkandidatin Manuela Schwesig. Der Generalsekretär der MV-SPD, Julian Barlen, warf der CDU vor, überall nach Gründen für ihre schlechten Umfragewerte zu suchen, nur nicht bei sich selbst.

„Die jüngsten Äußerungen (…) erwecken den Eindruck, dass die CDU überall nach Gründen für ihre schlechten Umfragewerte sucht, nur nicht bei sich selbst. Das ist falsch. Mit Fischbrötchen und Friedrich Merz kann man nun mal keine Wahlen gewinnen“, heißt es in der Mitteilung, die WELT vorliegt. „Die letzte Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen zeigt, dass die Kompetenz zur Stärkung der Wirtschaft und zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen klar bei der SPD liegt.“

CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann hatte Schwesig zuvor vorgeworfen, mit einem stark auf sich selbst zugeschnittenen Wahlkampf die politische Mitte insgesamt zu schwächen. Grünen-Chef Felix Banaszak äußerte sich ähnlich: „Die Mehrheit für Rot-Rot-Grün ist zum Greifen nah, aber Manuela Schwesig setzt darauf, dass alle, die die AfD verhindern wollen, zu ihr kommen – und riskiert damit bewusst, dass CDU oder Grüne aus dem Landtag fallen.“

Schwesig wirbt unter anderem mit dem Slogan „Die Frau gegen Blau“ – die SPD also als Verhinderin der AfD.

Barlen konterte in einer Mitteilung: „Wir setzen im Wahlkampf auf Landesthemen: auf Wirtschaft und Arbeitsplätze, auf Kitas und Schulen und auf einen starken sozialen Zusammenhalt in Mecklenburg-Vorpommern. Und wir kämpfen dafür, dass Manuela Schwesig unsere Ministerpräsidentin bleibt.“ All das sei seit vielen Wochen überall im Land sichtbar.

Stimmenfang auf Kosten eines möglichen Koalitionspartners? Manuela Schwesig und Julian Barlen

Stimmenfang auf Kosten eines möglichen Koalitionspartners? Manuela Schwesig und Julian Barlen

Quelle: Jens Büttner/dpa

Source – WELT De