Strategie 2035: «Digitales Saarland» mit Mehrwert für Wirtschaft und Bürger
Die Landesregierung will das Saarland bis 2035 zu einer der «innovativsten Regionen Europas» entwickeln. Dazu stellte Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke (SPD) eine knapp 60 Seiten umfassende, ressortübergreifende Strategie für die digitale Transformation vor. Diese sei über einen Zeitraum von einem Jahr mit Einbindung von Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, aber auch 400 Bürgern entstanden.
«Wir haben immer gesagt, die Digitalisierungsstrategie hat ihren Wert dann, wenn wir die Menschen in diesem Land mitdenken», unterstrich er. Durch den neuen Handlungsplan soll nicht nur ein Mehrwert für die Wirtschaft entstehen, sondern auch eine Verbesserung der Lebensqualität der Menschen.
Stärkung des Wirtschaftsstandortes
Zum einen gehe es darum, «die Ergebnisse, die im Bereich Digitalisierung und künstliche Intelligenz auch im Forschungsbereich erarbeitet werden, immer schneller in konkrete Produkte und Verfahren in der Wirtschaft zu implementieren». Denn «davon wird am Ende die Frage eines prosperierenden Wirtschaftsstandortes Saarland ganz maßgeblich abhängen», sagte Barke.
Zugleich habe die Bürgerbeteiligung gezeigt, was für die Menschen bei der Digitalisierung wichtig sei: «Nämlich dass sie im Alltag funktioniert», bilanzierte der Minister. Dazu gehöre, Dinge, für die bislang ein hoher bürokratischer Aufwand erforderlich war, digital zu erledigen – von der Auto-Ummeldung bis zu Anträgen bei Sozialbehörden. Zudem wollten sie überall mit ihrem Handy telefonieren können und setzten auf gute Datenversorgung, auch was das Thema Glasfaseranschlüsse angehe.
Neun Wirkungsfelder
Insgesamt seien in der Strategie «Digitales Saarland 2035» neun Wirkungsfelder erarbeitet worden. Zum Spektrum zählen der Ausbau der Gigabit-, Cyber- und Dateninfrastruktur und die Stärkung digitaler Kompetenzen ebenso wie digitale Lösungen bei Gesundheitsversorgung, Mobilität oder Katastrophenschutz.
Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen soll laut Barke ressortübergreifend erfolgen, wobei das Wirtschaftsministerium die zentrale Koordination übernehme. «Wichtig ist, dass das alles aus einer Hand und nicht von jedem in seinem eigenen Tempo und mit seinen eigenen Prioritäten gesteuert wird», sagte er. Die Fortschritte würden systematisch nachgehalten und transparent gemacht. In drei Jahren soll die Strategie umfassend evaluiert und anschließend für den Zeitraum 2030 bis 2035 fortgeschrieben werden.
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Source – ZEIT News

