Verkehr: Technik zum Fledermaus-Schutz bremst Hesse-Bahn aus

Wegen einer technischen Störung beim Fernhalten streng geschützter Fledermäuse kann die Hermann-Hesse-Bahn derzeit nicht im gewohnten Rhythmus fahren. Wann die Probleme mit der Software behoben seien, sei nicht auf den Tag genau zu sagen, wie eine Sprecherin des Landratsamtes Calw sagte. «Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe der nächsten zwei Tage wieder den regulären Betrieb aufnehmen können», hieß es. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Technik mit Schallwellen funktioniert aktuell nicht

Mit der sogenannten Vergrämungstechnik – Vorrichtungen, die Schallwellen aussenden – werden die Fledermäuse daran gehindert, durch die früher von ihnen als Quartier und nun von den Zügen der Bahn genutzten Tunnel zu fliegen. Die Tiere würden für die Dauer der Störung aber dennoch ferngehalten, sagte die Sprecherin, ohne weitere Details zu nennen. Die gesamte Zeit über habe sichergestellt werden können, «dass alle Fledermäuse in den “richtigen” Tunnel geflogen sind». 

Die Probleme mit der Technik hatte den Angaben zufolge am vergangenen Freitagabend begonnen. Seither dürfen die Züge nur noch als «Langsamfahrt» durch die Bestandstunnel rollen – für den Fall, dass dort dennoch Fledermäuse flattern. Zwischen 18.00 Uhr abends und 8.00 Uhr morgens ist der Betrieb eingeschränkt und die Züge fahren nur einmal pro Stunde. Sie fahren so lange auch nicht mehr bis Renningen, sondern enden in Weil der Stadt.

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Source – ZEIT News