Britische Wetterbehörde: Experten rechnen mit stärkstem El Niño seit mehr als einem Jahrhundert

Das Wetterphänomen El Niño wird nach Einschätzung der britischen Wetterbehörde in diesem Jahr so schwer ausfallen wie seit einem Jahrhundert nicht mehr. Der »beispiellose« Anstieg der Meeresoberflächentemperaturen kann besonders in den Tropen starke Auswirkungen haben, sagte der Met-Office-Meteorologe Adam Scaife. In Regionen wie Südamerika und im Westpazifik sei mit schweren Dürren zu rechnen.

Der aktuelle El Niño hat bereits eine solche Trockenheit ausgelöst, dass der Schiffsverkehr durch den Panamakanal reduziert werden musste.

Das Wetterphänomen El Niño führt zu einer Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur im zentralen und östlichen Pazifik. Es wird ausgerufen, wenn das Wasser an der Oberfläche des tropischen Ostpazifiks 0,5 Grad Celsius wärmer ist als im langjährigen Mittel. Dieses Jahr ist mit einem Temperaturanstieg um mehr als drei Grad Celsius zu rechnen, was »in modernen Klimaaufzeichnungen beispiellos« ist, wie Scaife sagte.

Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.

Source – ZEIT News