»The Shards«: Wie man Bret Easton Ellis nicht verfilmt

Alles ist sehr sauber in Ryan Murphys neuer Disney-Serie The Shards, was umso mehr auffällt, weil die Romanvorlage von Bret Easton Ellis so schmutzig ist. Nun wäre eine buchgetreue Umsetzung vermutlich ohnehin schwierig gewesen, denn Ellis’ 700-seitiges, semi-autofiktionales Meisterwerk ist legendär ausschweifend. Der Erzähler Bret berichtet darin gern seitenlang, wie er mit X, Y und Z wann, wie und zu welcher Musik wohin gefahren ist, um welchen Film zu sehen. Dann gibt es 30 Seiten lang die Backgroundstory von X, Y, Z und K, der vorher nicht erwähnt wurde und hinterher nie wieder auftauchen wird. Dann eine krude Sexszene und eine genaue Beschreibung dessen, was Bret davor und danach anhatte. Man denkt immer wieder: Gott, hat das keiner redigiert? Und dann: Gott sei Dank hat das keiner redigiert!

Source – ZEIT News