Ukraine-Russland-Krieg: Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei St. Petersburg
Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur von Sankt
Petersburg, Alexander Beglow, bestätigte einen »großangelegten« Drohnenangriff, das Öl-Terminal der Stadt sei getroffen worden. Verletzte habe es nicht gegeben, die Folgen des Angriffs seien beseitigt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe. Die ukrainischen Streitkräfte hätten die Öl-Infrastruktur eines Hafens getroffen, die Einnahmen für Russlands Krieg erwirtschafte, schrieb er auf Telegram. Zudem sei Kronstadt getroffen worden, ein wichtiges militärisches Ziel mehr als 850 Kilometer von der ukrainischen Staatsgrenze entfernt.
Der Gouverneur des Gebiets Leningrad, Alexander Drosdenko, sagte, Drohnen hätten den Hafen von Wyssozk getroffen, rund 170 Kilometer nordwestlich von St. Petersburg am Finnischen Meerbusen. Über den Hafen werden Öl, Getreide, Kohle und Flüssigerdgas umgeschlagen. Über dem Gebiet seien 72 Drohnen abgeschossen worden.
Das Politikteil – Der Politikpodcast der ZEIT: »Russlands Krieg gegen die Ukraine richtet sich gegen Russland selbst«
Südlich von St. Petersburg wurden nach Angaben des Gouverneurs der Region Pskow über Nacht mehr als 30 Drohnen abgeschossen. Er berichtete von geringen Schäden und Verletzten, unter anderem an einer Fabrik in der Stadt Weliki Luki.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden landesweit über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Treibstoffengpässe in Russland
Die Ukraine hat ihre Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur in diesem Jahr verstärkt und damit in Teilen Russlands Treibstoffengpässe ausgelöst. Anfang Juni hatte die Ukraine Tanks im Ölhafen von St. Petersburg mit Kampfdrohnen angegriffen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum mit Präsident Wladimir Putin beginnen sollte. St. Petersburg liegt etwa 900 Kilometer von ukrainisch kontrolliertem Gebiet entfernt.
In der nordostukrainischen Großstadt Sumy wurden am Freitagabend nach Angaben von Selenskyj mindestens vier Menschen durch einen russischen Bombenangriff getötet, 27 weitere wurden verletzt. In den Trümmern eines Wohnhauses würden noch Verschüttete vermutet. Laut der Gebietsverwaltung griff die russische Luftwaffe das Stadtzentrum mit sechs Gleitbomben an. Kampfjets klinken diese Bomben im eigenen Luftraum aus, danach werden sie über Dutzende Kilometer ins Ziel gelenkt.
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Source – ZEIT News

