Windenergie: Rheinland-Pfalz beim Ausbau von Windenergie im Mittelfeld

Rheinland-Pfalz befindet sich beim Ausbau der Windkraft bundesweit im Mittelfeld. Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Land 22 Windräder an Land mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 118,2 Megawatt in Betrieb genommen, wie Branchenverbände mitteilten. Das sei ein Plus um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Saarland ging im gleichen Zeitraum ein Windrad an den Start.

Gleichzeitig wurden in Rheinland-Pfalz 18 alte Windkraftanlagen stillgelegt, die zusammen 30,5 Megawatt Leistung hatten. Sie waren im Schnitt 22,6 Jahre gelaufen. Zum Halbjahr gab es in Rheinland-Pfalz laut Fachagentur Wind und Solar 1.788 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von 4,4 Gigawatt. Damit steht bundesweit nur knapp jedes 16. Windrad in Rheinland-Pfalz. 

Deutschlandweit 423 Windräder in Betrieb genommen

Deutschlandweit wurden im ersten Halbjahr 423 Windräder an Land mit einer elektrischen Gesamtleistung von rund 2,36 Gigawatt in Betrieb genommen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Plus von sieben Prozent. Weil auch alte Anlagen stillgelegt wurden, lag der sogenannte Netto-Zubau bei einer Gesamtleistung von rund 1,9 Gigawatt.

Die meisten neuen Windräder gingen demnach in Nordrhein-Westfalen ans Netz, gefolgt von Niedersachsen. Der Anlagenpark umfasste Ende Juni rund 29.250 Anlagen mit rund 70 Gigawatt Leistung. Das im Erneuerbare-Energien-Gesetz definierte Ziel einer installierten Leistung von 84 Gigawatt im Jahr 2026 dürfte verfehlt werden.

Bedeutung bei Energiewende

Windenergie an Land spielt eine Schlüsselrolle bei der Energiewende, dem schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energien wie Kohle und Gas. Im ersten Halbjahr 2026 erzeugten Windenergieanlagen an Land 53,1 Milliarden Kilowattstunden Strom – acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie der Bundesverband Windenergie und der Fachverband VDMA Power Systems mitteilten. Die Windenergie an Land sei mit einem Anteil von 23 Prozent nach wie vor der wichtigste Energieträger der Stromerzeugung in Deutschland. Vor Ort gibt es oft Proteste gegen neue Windräder, die immer höher werden.

© dpa-infocom, dpa:260723-930-426545/1

Source – ZEIT News