Pazifik: Zwei Tote bei US-Angriff auf angebliches Drogenboot

Bislang hat die US-Regierung für Angriffe auf Boote keine rechtliche Herleitung vorgelegt, die über den Verweis auf angebliche »Selbstverteidigung« hinausgeht. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International zweifeln die Grundlage für die Einstufung als »bewaffneten Konflikt« an und kritisieren, die US-Regierung habe nicht darlegen können, warum private Boote legitime militärische Ziele seien.

Human Rights Watch kritisiertes fehle an überprüfbaren Beweisen dafür, dass es sich bei den angegriffenen Booten tatsächlich um sogenannte »Drogenboote« handele. Offen bleibt zudem, ob nach bisherigen Angriffen Drogen sichergestellt werden konnten und weshalb – falls es tatsächlich um Strafverfolgung geht – Überlebende der Angriffe nicht festgenommen wurden.

Volker Türk, Menschenrechtskommissar der Vereinten Nationen, bezeichnete das Vorgehen der USA als völkerrechtswidrig und inakzeptabel. Er warnte vor »außergerichtlichen Tötungen«, forderte umfassende Ermittlungen und rief die US-Regierung auf, die Angriffe einzustellen.

Source – ZEIT News